Ein neues Straßen-Kunstwerk vor der Dresdener Frauenkirche, welches zugleich an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg sowie an das Leid der Zivilisten in Aleppo erinnern soll, sorgt seit Dienstag für heftige Proteste. Auch in den sozialen Netzwerken hat die Installation viel Staub aufgewirbelt.

 

Auf dem Neumarkt in Dresden ist am Dienstag ein Kunstwerk des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni eingeweiht worden, welches drei senkrecht aufgestellte Busse zeigt. Mit der Installation wolle man Medienberichten zufolge sowohl der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg gedenken als auch gleichzeitig eine Brücke zum Leid der Zivilsten im syrischen Aleppo schlagen.

 

Bei der Einweihung kam es zu heftigen Protesten, vor allem unter Pegida-Anhängern. Die Protestler skandierten „Schande, Schande“. Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der das Denkmal einweihen wollte, wurde als „Volksverräter» beschimpft und zum Rücktritt aufgefordert. Es sollen sogar Morddrohungen gegen den Oberbürgermeister laut geworden sein.

 

 

Wie auf dem Dresdner Neumarkt gingen auch auf Twitter die Meinungen weit auseinander: Viele Nutzer verteidigen das Kunstwerk und finden die Idee gut, weil es Menschen zum Nachdenken bringen könnte. Viele scheinen sich der Dresdner und vor allem der Pegida-Anhänger, die gegen die Installation protestierten, zu schämen und beschimpfen diese an als „Rechten Mob“ und „Nazis“.​Nicht wenigen scheint es derweil schwerzufallen, den Zweck des Kunstwerks zu verstehen. Sie halten es darum für fehl am Platz. Manche sagen, dass sie nicht begreifen können, was Dresdens Geschichte mit der Lage in Aleppo zu tun haben soll und lehnen die Installation als „billig moralisierend“ ab.