Der belgische Abgeordneten Filip Dewinter, der am Montag als Leiter einer Parlamentsdelegation Syrien besucht hat, meint, die europäischen Medien liefern falsche Informationen über Syrien. In einem Interview für Sputnik berichtete Dewinter über seine Treffen mit dem syrischen Präsidenten Baschar Assad und mit Außenminister Walid Muallem.

 

Assad, der laut Medienberichten einen Herzinfarkt erlitten haben soll, habe gut ausgesehen und munter und gesund gewirkt, so Dewinter. Er habe mit dem Präsidenten „die von der EU verhängten Sanktionen, die wetterwendische Position des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, das (Syrien-)Treffen in Astana und die bevorstehenden Verhandlungen in Genf besprochen“, so Dewinter.

Es sei um die Entwicklung der militärischen Situation, insbesondere nach dem Sieg in Aleppo, sowie um ausländische Terroristen gegangen. „In Syrien kämpfen 659 belgische Extremisten, die Daesh beigetreten sind. Wir sprachen darüber, wie dieses Problem mit Unterstützung der belgischen Regierung gelöst werden kann“, so der Parlamentarier. Assad habe große Bedenken hinsichtlich der Absichten Erdogans und seiner Regierung und sei davon überzeugt, dass Waffen für Daesh auch heute noch über die Türkei nach Syrien gelangen, sagte Dewinter. Nach Assads Meinung lasse sich der Wandel der Position Erdogans „mit der Ausübung von Druck seitens des russischen Präsidenten Wladimir Putin“ erklären, ergänzte der Abgeordnete.

Baschar Assad, die Regierung und die Armee Syriens „sind keine Feinde, sondern unsere Verbündeten bei der Verbreitung von Freiheit und Sicherheit im Nahen Osten und in Europa“, betonte Dewinter. Er äußerte sich anerkennend über „das Engagement Russlands und dessen Hilfe für das syrische Volk nicht nur im militärischen, sondern auch im humanitären Bereich“.

 

Quelle: Sputnik

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