Polen will nach Angaben der Zeitung „Times“ die Verunsicherung in Europa nach dem Brexit zum eigenen Vorteil nutzen. Warschau plant demnach eine Reihe von Schritten, um sich mehr Einfluss zu verschaffen.

 

Der Vorsitzende der polnischen Regierungspartei „Recht und Gerechtigkeit“ Jaroslaw Kaczynski

 

Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU verändere die Machtkonstellation in Europa. Polen sei nun Europas siebtgrößte Wirtschaft und bevölkerungsmäßig das fünftgrößte Land.

 

Die Politeliten in Warschau, zu denen die Zeitung in erster Linie die „Graue Eminenz“ Jaroslaw Kaczynski zählt, würden den vakant gewordenen Platz des Euroskeptikers anvisieren.

 

Bei ihrem Polen-Besuch habe die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ausloten wollen, welche Schritte Warschau als nächstes unternehmen wird. Laut „Times“ ist Warschau bereit, zwischen London und Brüssel zu vermitteln und parallel dazu das eigene Verhältnis zu Großbritannien zu stärken.

 

Dadurch könnte Polen einerseits zum wichtigsten Verbündeten Großbritanniens bei den Brexit-Verhandlungen werden und andererseits zu einer Bedrohung für diejenigen, die auf Integration setzen.

 

Quelle: Sputnik

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