Aus Moskaus Sicht ist es falsch, der Türkei ihre spezifischen Aufgaben in Syrien abzusprechen. Dies erklärte der Direktor des vierten Europa-Departements des russischen Außenministeriums, Alexander Bozan-Chartschenko, am Mittwoch im Interview mit der Agentur RIA Novosti.

 

Ein Wagen mit Porträts von Putin und Assad in der syrischen Provinz Hama (Archivfoto)

 

Bozan-Chartschenko verwies dabei darauf, dass es trotz der vielen Meinungsunterschiede zwischen Moskau und Ankara zur Syrien-Thematik wichtig sei, diese zu erörtern.

 

„Ja, es ist ein gemeinsamer Kampf gegen die Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ und die Al-Nusra-Front im Gange. Selbstverständlich wäre es falsch, zu sagen, die Türken hätten keine eigenen, mit ihrem Verständnis der Situation verbundenen spezifischen Aufgaben in Syrien. Ich will damit nicht sagen, dass sich die Position der Türkei bezüglich der Syrien-Regelung plötzlich geändert hätte und nun vollständig der russischen gleiche. Wir haben weiterhin nicht wenige Meinungsunterschiede“, so Bozan-Chartschenko.

 

Wichtig sei jedoch, fuhr er fort: „Wir verstehen jetzt die Situation vor Ort und auch die Prioritäten in Syrien selbst besser. Das sind die Festigung des Regimes der Einstellung der Kampfhandlungen, die Arbeit mit der Opposition, die Anregung eines politischen Dialogs zwischen den syrischen Seiten selbst. Wir vergessen nicht die geteilten Meinungen, doch es ist wichtig, sie zu erörtern. Und zwar darauf gestützt, was uns gegenwärtig eint.“

 

Der amtierende Präsident Syriens, Baschar al-Assad, sei bei der Entwicklung der Zusammenarbeit in Syrien dabei keineswegs ein Hindernis.

 

„Im bilateralen Dialog Russlands mit der Türkei stellt dieses Thema bei der Entwicklung des Zusammenwirkens in den Syrien-Angelegenheiten jetzt kein Hindernis dar“, betonte er.

Ankara hatte sich zuvor mehrmals gegen Assads Verbleib im Amt des Präsidenten Syriens ausgesprochen.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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