Das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ platziert auf dem Cover seiner deutschsprachigen Ausgabe für Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem blutigen Messer in der linken Hand. In der anderen hält sie den abgetrennten Kopf ihres Wahlrivalen Martin Schulz (SPD).

 

Charlie Hebdo

 

Gleichzeitig ist in der linken Ecke der Titelseite auch das umstrittene „Spiegel“-Cover vom 4. Februar zu sehen, welches den US-Staatschef Donald Trump in ähnlicher Pose mit dem Kopf der Freiheitsstatue zeigt.

 

​Die Bildunterschrift der Satiriker dazu lautet: „Spiegel-Leser außer Rand und Band“.

Die Anlehnung an den „Spiegel”-Titel ist laut der Chefredakteurin der deutschen „Charlie Hebdo”-Ausgabe, die unter dem Pseudonym Minka Schneider auftritt, eine Geste des Respekts gegenüber den Kollegen in Hamburg, berichtet die „Bild“-Zeitung.

 

„Was uns am meisten schockiert hat, war das negative Echo darauf”, zitiert das Blatt Schneider. „Wir finden diese Titelseite ziemlich gut.”

„Den Vorwurf, gegen gute journalistische Sitten zu verstoßen, kennen wir in- und auswendig”, erklärt die „Charlie Hebdo”-Redaktion dazu in einer Kolumne. „So sitzen wir im gleichen Boot, denn im Zentrum der Polemik, bei Euch wie bei uns, steht die Debatte um Meinungsfreiheit und die Art und Weise, wie man sie nutzt. Oder nicht nutzt.“

Ende Januar war der damalige SPD-Chef Sigmar Gabriel überraschend zurückgetreten. Seinen Platz übernahm der frühere EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, der somit auch zum Kanzlerkandidat der Partei wurde. Er tritt gegen Kanzlerin Angela Merkel an, die ihre erneute Kandidatur für die CDU bereits im November bekanntgegeben hatte. Der sogenannte Schulz-Effekt hat der SPD umgehend ein Umfragehoch gebracht. Das erste Mal seit 2006 lag die Partei in der laufenden Woche in einer Umfrage vor der CDU.

 

Quelle: Sputnik