Die russische Luftwaffe, die in Nordsyrien versehentlich türkische Truppen bombardiert hat, hat die Koordinaten für den Angriff laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow von Ankara selbst bekommen.

Der unabsichtliche Angriff, bei dem drei türkische Soldaten getötet und elf verletzt wurden, sei wegen fehlerhafter Koordination geschehen, sagte Peskow am Freitag. Die russische Luftwaffe habe sich von Angaben leiten lassen, wie sie von der Türkei bereitgestellt worden seien. „Innerhalb dieser Koordinaten hätte es keine türkischen Soldaten geben sollen.“

Auf die Frage von Journalisten, ob von einem Fehler des türkischen Nachrichtendienstes die Rede sein könne, sagte Peskow: „Es war eine Unabgestimmtheit beim Übermitteln von Koordinaten“, so Peskow.

 

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan noch am Donnerstagabend umgehend sein Beileid und Bedauern ausgesprochen. Zwischen Moskau und Ankara gebe es keinerlei Streit über die Ursache des tödlichen Zwischenfalls.

Die türkischen Soldaten waren bei einer versehentlichen Attacke der russischen Luftwaffe im Raum der syrischen Stadt Al-Bab im Gouvernement Aleppo ums Leben gekommen. Der Angriff galt eigentlich der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS).