Symbolbild

Tote und Verletzte nach Eskalation von Protesten im Irak: Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens sieben Menschen getötet und etwa 300 weitere verletzt worden, berichtet der digitale Informationsdienst Sputnik unter Berufung auf den TV-Sender Al Arabiya.

Anhänger des schiitischen Geistlichen Moktada al-Sadr versammelten sich am heutigen Samstag in der Innenstadt und demonstrierten zunächst friedlich für eine Wahlreform vor den Provinzwahlen im September sowie gegen die Korruption.

Dann hätten jedoch einige Demonstranten versucht, die Absperrung zur hochgesicherten Grünen Zone zu durchbrechen, woraufhin die Polizei Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt habe. Die Demonstranten forderten die Bildung einer unabhängigen Wahlkommission sowie eine Reform, die kleineren Parteien den Einzug in Institutionen erleichtern würde.

Al-Sadr rief seine Anhänger auf, sich bis zum nächsten Mal zurückzuziehen, und verurteilte „unbekannte Seiten“, die Gewalt übermäßigt ausgenutzt haben. Premier Haider al-Abadi sagte den Irakern ihr Recht auf friedliche Proteste zu und rief sie auf, keine Gesetze zu verletzen.

Quelle: Spuntik

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