Die ukrainische Armee hat eine neuartige Rakete erfolgreich getestet. Das schrieb Präsident Petro Poroschenko am Samstag auf Facebook und postete auch ein Video.

„Der Konzern Ukroboronprom entwickelte eine neue Waffe für die Luftstreitkräfte der Ukraine. Raketen mit einem Kaliber von 57 Millimetern sind für die Zerstörung von Bodenzielen bestimmt. Mit ihnen werden Angriffshubschrauber und Kampfjets ausgestattet“, hieß es.

Alle erprobten Raketen hätten ihr Ziel getroffen. Man brauche nur eine halbe Sekunde, um die gesamte Ladung von 20 Geschossen abzufeuern. „Gute Arbeit, Jungs!“, lobte Poroschenko.

Kiew hatte zuvor mehrmals die Entwicklung neuer Raketen und ihre erfolgreichen Tests gemeldet. Im Dezember erklärte Rada-Abgeordneter Sergej Paschinski, dass die Ukraine bei solchen Waffen Russland eine Nasenlänge voraus sei.

Militärexperten betrachten derartige Äußerungen skeptisch und weisen darauf hin, dass die Ukraine nur alte sowjetische Entwicklungen nutzt. Die „modernste Waffe“ erweist sich in der Regel als eine Modernisierung alter Systeme.

Die Ukraine habe nichts Neues vorzuführen und prahle deshalb mit elementarsten Sachen, sagt der russische Militärexperte Viktor Litowkin. „57-mm-Projektile sind im Grunde genommen nicht lenkbare Geschosse, die in Russland und anderen Ländern seit rund 30 Jahren hergestellt werden. Aber für die zerrüttete Rüstungsindustrie der Ukraine ist das anscheinend eine Riesenleistung. In Wirklichkeit ist das ein ganz einfaches Produkt, etwa wie die Munition für die Kalaschnikow-Maschinenpistole. Hierbei gibt es keine Sensation“, wurde Litowkin vom Portal life.ru zitiert.