US-Regierung unter Präsident Donald Trump neigt dazu, den Nato-Beitritt von Montenegro trotz Einwänden Russlands zu unterstützen, schreibt „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf ranghohe Beamte.

Die US-Zeitung merkt an, dass diese Position Washingtons zum ersten „Spannungspunkt“ zwischen den USA und Russland seit dem Amtsantritt Trumps werden kann.

Der Auswärtige Ausschuss des Senats hatte im Januar der Absicht Montenegros einstimmig zugestimmt. Laut einer gut informierten Quelle der Zeitung wird der Nato-Beitritt eines weiteren Landes bei einer Plenarsitzung des Parlaments auf keine Einwände stoßen. Der Nationale Sicherheitsrat habe mit der Erörterung dieser Frage noch nicht begonnen, aber das Weiße Haus neige dazu, Montenegro grünes Licht zu geben, so die Quelle.

Zuvor hatte die US-Zeitung „Politico“ geschrieben, dass Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn dem Präsidenten empfehlen werde, den Beitritt Montenegros zur Nato zu unterstützen. Flynn werde dem Präsidenten die Zweckmäßigkeit dieses Schrittes erläutern – trotz der Position Russlands, das gegen jede Nato-Osterweiterung sei, hieß es.

Die Nato-Länder hatten am 19. Mai 2016 ein Protokoll zum Beitritt Montenegros zur Allianz unterzeichnet. Das Dokument gewährt diesem Balkan-Land das Recht, als Beobachter an den Sitzungen der Nato teilzunehmen. Wenn alle Mitgliedsländer der Allianz das Protokoll ratifiziert haben, kann Montenegro vollberechtigtes Nato-Mitglied werden.

Die regierende Koalition und die Opposition in Montenegro diskutieren seit Monaten darüber, ob diese Frage per Referendum oder auf Parlamentsebene entschieden werden soll. Wie zahlreiche Meinungsumfragen zeigen, ist die montenegrinische Gesellschaft in der Frage des Nato-Beitritts gespalten.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte am Dienstag erklärt, dass Russland eine weitere Expansion der Nato Richtung Osten, darunter den möglichen Nato-Beitritt Montenegros, negativ bewertet.

Quelle: Sputnik

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