Joshua Waddell, Kapitän bei der amerikanischen Marineinfanterie, hat in einem Beitrag für das Magazin „Marine Corps Gazette“ die US-Verteidigungspolitik heftig kritisiert und dabei erklärt, dass die russischen Streitkräfte trotz niedrigeren Budgets viel effektiver als die US-Armee agieren.

 

Russische Soldaten

 

Das Pentagon gebe Waddell zufolge enorme Summen für die Verteidigung und neue Technologien aus, ohne auf andere wichtige Parameter zu achten, wodurch die jüngsten Militärkampagnen falsch eingeschätzt würden.

 

„Es ist Zeit, dass wir als professionelle Militäroffiziere anerkennen, dass wir die Kriege im Irak und Afghanistan verloren haben. (…) Wir konnten unseren taktischen Sieg nicht in operativen und strategischen Erfolg umwandeln“, so der Marinesoldat.

Die USA halten ihm zufolge ihre Armee nur wegen der immensen Geldausgaben für die stärkste der Welt, obwohl natürlich ein großer Etat keine Militärerfolge garantiere. Der Panzer des Typs M1A1 könne beispielsweise mit einem Sprengkopf für nur 20 US-Dollar bekämpft und ein Flugzeugträger, der viele Milliarden Dollar koste, durch Raketen zum Sinken gebracht werden.

 

Waddell schlägt in diesem Zusammenhang vor, die Leistungen der amerikanischen Armee mit den Erfolgen anderer Staaten zu vergleichen. Unter anderem gebe Russland für seine Streitkräfte um die Hälfte weniger als die USA nur für ihre Marine aus. Dabei verweist der Soldat darauf, dass die russische Armee nach Einschätzungen der RAND-Korporation im Fall eines Konfliktbeginns im Baltikum sogar von allen dort stationierten Nato-Truppen nicht gestoppt werden könnte, wie der Soldat schreibt.

 

Die amerikanischen Truppen könnten allerdings sehr wohl bei einem kleineren Budget effektiv handeln, ist Waddell überzeugt. Dafür müsse aber das System der Waffenkäufe reformiert, eine Überprüfung dessen durchgeführt sowie nur hochqualifizierte Spezialisten herangezogen werden.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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