Symbolbild

Kanada hat sich in den letzten Wochen seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump demonstrativ als Land mit einer liberalen Zuwanderungspolitik präsentiert. Doch schon jetzt bekommt auch die kanadische „Willkommens“-Kultur Risse, schreibt Zuerst! auf seiner Seite.

Denn der Zustrom von Ausländern vor allem aus den USA bringt Probleme mit sich, die auch die kanadische Politik unter Druck setzen werden.

Seit kurzem kommen „Flüchtlinge“ – auch illegale – nicht nur wegen Krieg und Not in ihren Heimatländern in Afrika oder im Nahen Osten nach Kanada, sondern auch wegen der angekündigten neuen Zuwanderungspolitik im Nachbarland USA. Viele stammen ursprünglich aus dem Mittleren Osten und Afrika, wollen aber nun statt in die USA nach Kanada.

Schon regt sich allerdings Widerstand, vor allem in grenznahen Orten an der kanadischen Südgrenze, die mit dem verstärkten Zustrom nicht mehr zurechtkommen. Ein Dorf im ländlichen Süden Manitobas weigerte sich kürzlich, weitere „Flüchtlinge“ aufzunehmen, nachdem allein an einem einzigen Wochenende 22 neue Migranten über die Grenze kamen.

Auch in Emerson, einem Ort mit 700 Einwohnern, kommt man mit den immer zahlreicher werdenden Asylbewerbern nicht mehr klar und teilte jüngst offiziell mit, daß man den Zustrom nicht mehr mit ihren eigenen Ressourcen handhaben könne.

Viele örtliche Behörden nehmen täglich inzwischen zehn neue Einwanderungsanträge pro Tag an – für kanadische Verhältnisse rekordverdächtig.

Rita Chahal, die Exekutivdirektorin des interreligiösen Einwanderungsrates von Manitoba, antwortete kürzlich auf die Frage, welche Auswirkungen unter Präsident Donald Trump zu erwarten sind: „Menschen kommen, und diese Menschen sagen, sie haben Angst.” Das ist auch die Position von Ministerpräsident Trudeau, der als Reaktion auf die neue amerikanische Zuwanderungspolitik offiziell erklärte::„Jene, die vor Verfolgung, Terror und Krieg fliehen, wird Kanada willkommen heißen, und zwar unabhängig vom Glauben. Vielfalt ist unsere Stärke.”

Doch schon jetzt zeigt sich, daß diese Haltung blauäugig und realitätsfern ist. Beobachter der Entwicklung weisen auch darauf hin, daß es für neue „Flüchtlinge“ aus den USA schwierig werden dürfte, nachzuweisen, daß sie im Nachbarland „verfolgt“ wurden. Ted Falk, Abgeordneter aus Manitoba, erklärte jüngst, daß beim Grenzschutz mehr getan werden müsse.

Auch betroffene Anwohner beschweren sich zunehmend darüber, daß die Situation „völlig aus dem Ruder” sei. Die Tage der demonstrativ liberalen Zuwanderungspolitik sind womöglich auch in Kanada bereits gezählt.

Quelle: Zuerst!

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