Das chinesische Außenministerium zeigt sich regelrecht enthusiastisch, was den Stand der Beziehungen zwischen Moskau und Peking angeht. Derweil gab Moskau bekannt, dass Putin am Seidenstraßengipfel teilnehmen wird.

Während einer Pressekonferenz erörterte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lu Kang die chinesisch-russischen Beziehungen. Ein Journalist fragte ihn, ob es stimme, dass der russische Präsident Wladimir Putin im Mai dieses Jahres am Seidenstraßengipfel in China teilnehmen wird.

Obgleich Lu dies weder bestätigen noch dementieren wollte, pries er den Stand der Beziehungen zwischen den zwei Staaten:

Die umfassende strategische Kooperationspartnerschaft zwischen beiden Seiten ist auf dem besten Stand in der Geschichte.“

Der Wert dieser Beziehung spiegelt sich in fester gegenseitiger Unterstützung, allseitiger praktischer Koordination und der stets stärkeren stabilisierenden Rolle wieder, die beide Länder in der Welt spielen“, fuhr der chinesische Außenamtssprecher fort.

Kang unterstrich die Bedeutung der Gipfeltreffen zwischen den Staatschefs beider Länder.

Wir sagen, dass enge hochranginge Interaktionen mit Russland eine äußerst wichtige Rolle haben, um unser gegenseitiges strategisches und politisches Vertrauen zu stärken, praktische bilaterale Kooperation zu vertiefen und die Koordination und Kooperation in internationalen Fragen zu verbessern.“

Zuvor hatte der russische Botschafter in China, Andrej Denisow, verkündet, dass Putin wahrscheinlich Mitte Mai am Seidenstraßengipfel in Peking teilnehmen wird. Russlands Präsident werde seine Teilnahme mit diplomatischen Aktivitäten in China verknüpfen. Denisow gab auch an, dass im Gegenzug der chinesische Staatschef Xi Jinping Mitte dieses Jahres einen Staatsbesuch in Russland abhalten wird. Ebenso seien mehrere hochrangige Treffen auf Ministerebene geplant.

Der russische Staatspräsident hatte China im letzten Jahr bereits zweimal besucht. Insgesamt haben sich Putin und Xi allein im Jahr 2016 fünf Mal getroffen.

Der Seidenstraßengipfel soll am 14. und 15. Mai stattfinden. Die Volksrepublik China hob das Projekt, offiziell „Ein Gürtel, eine Straße“, im Jahr 2013 aus der Taufe. Ziel ist, eine Art neue Seidenstraße in Eurasien einzurichten. Der asiatische Riesenstaat plant enorme Investitionen in die Infrastruktur Europas und Asiens. Das Jahrhundertprojekt könnte bis zu mehr als 60 Staaten und Investitionen im Umfang von 1.100 Milliarden US-Dollar umfassen.

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