Im Jahre 2011 stürzte der Westen Libyen ins Chaos — damals noch unter der Regie von Außenministerin Hillary Clinton. Kann Trump nun mit Gaddafis Sohn wieder Frieden in die Maghreb-Region bringen? Darüber schreibt das Contra Magazin.

Mit der Unterstützung des Leiters der libyschen nationalen Versöhnungsstelle, Saif al-Islam al-Gaddafi, dem Sohn des früheren Staatschefs, könnte gerade Donald Trump jedoch dafür sorgen, dass Libyen wieder zur politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stabilität findet. Saif al-Islam gilt als Integrationsfigur des Landes und könnte den Alptraum der Stammeskriege um die Ressourcen des Landes beenden. Denn die Gaddafi-Familie hat in der Bevölkerung des Landes selbst immer noch einen enormen Rückhalt. Noch am 1. Juli 2011 gingen Millionen von Libyern auf die Straßen, um gegen die Zerstörung des Landes durch die NATO zu protestieren.

Saif al-Islam befreite beispielsweise die bulgarischen Krankenschwestern in Bengazi, leitete das großangelegte Hausbauprojekt in der Stadt und schuf die Gaddafi-Wohltätigkeitsorganisation, welche umfangreiche Summen in die Hand nahm, um den armen Ländern Afrikas zu helfen. Ebenso galt der Sohn Gaddafis als treibende Kraft im Demokratisierungsprozess des Landes, der sich für eine umfangreiche Pressefreiheit einsetzte und auch eine Verfassung für das Land ausarbeiten lassen wollte, schreibt Maier auf Contra Magazin.