Mehr als 30 Prozent der Bürger Russlands betrachten die Zeit, in der Wladimir Putin an der Spitze des Staates steht, als die beste Epoche in der Landesgeschichte, wie die Zeitung „Wedomosti“ unter Verweis auf eine Umfrage des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstituts Levada-Zentrum am Dienstag berichtet.


Eine Konkurrenz zu Putins Amtszeit stellt demnach die Breschnew-Epoche dar, welche 29 Prozent der Befragten als die Beste nannten. Indes meinten sechs Prozent der befragten Bürger, Russland habe die besten Zeiten vor der Revolution von 1917 und in der Epoche des Stalinismus erlebt. Am unpopulärsten seien  dagegen die Jahre der Perestroika und der Präsidentschaft von Boris Jelzin. Nur jeweils zwei bzw. ein Prozent der Befragten bezeichneten sie als die beste Epoche in der Geschichte Russlands. 

Die Anzahl der Bürger, die vermuten, dass der Sturz der Monarchie Russland die staatliche Größe genommen habe, ist laut den Umfrageergebnissen in den letzten fünf Jahren von 25 bis auf 21 Prozent gesunken. Der Anteil jener, die den Zusammenbruch des zaristischen Regimes als einen progressiven Schritt in der Geschichte des Landes betrachten, sei indes von neun bis auf 13 Prozent gestiegen. Seit der im Februar 2012 vom Levada-Zentrum durchgeführten Umfrage habe die Anzahl jener, die die Februarrevolution als Etappe auf dem Weg zur Oktoberrevolution und Gründung der UdSSR betrachten, um fünf Prozent zugenommen: 2012 wären es 27 Prozent gewesen, jetzt bereits 32 Prozent. Dagegen hätten 19 Prozent erklärt, die Februarrevolution habe das Land geschwächt.

Am 11. Februar waren die Ergebnisse einer Umfrage des amerikanischen Gallup-Meinungsforschungsinstituts über das Verhältnis der Bürger Osteuropas zur Nato bekannt geworden. Laut dieser Studie hat im Jahr 2016 die Anzahl der Bürger Russlands, die die Nato als eine Bedrohung betrachten, 67 Prozent erreicht, was der höchste Wert seit 2008 ist.

Quelle: Sputnik Deutschland

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