Der Rücktritt des Nationalen Sicherheitsberaters der neuen US-Regierung, General i.R. Michael Flynn, wird im Land selbst, vor allem aber in Rußland, als schlechtes Signal für die amerikanisch-russischen Beziehungen gewertet.

So kommentiert etwa Leonid Sluzki, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses in der Duma, laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti, es handle sich um einen Versuch, die Annäherung zwischen den USA und Rußland gezielt zu stören. Sluzki wörtlich: „Es ist offensichtlich, daß Flynn sein Rücktrittsgesuch unter Druck schreiben mußte.“ Ziel sei auch gewesen, das Vertrauen in die neue US-Regierung zu untergraben.

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im russischen Oberhaus, Konstantin Kossatschew. Er schrieb auf Facebook, einen nationalen Sicherheitsberater wegen seiner Kontakte mit Rußland zu entlassen, sei „nicht nur Paranoia, sondern etwas noch Schlimmeres”. Kossatschews Pendant im Unterhaus, Alexej Puschkow, bemerkte auf Twitter, es sei nicht Flynn, „der ins Visier genommen wurde, sondern Beziehungen mit Rußland”. Entweder sei der US-Präsident in die Ecke gedrängt oder von einer antirussischen Stimmung infiziert worden, zitierte Ria Nowosti Kossatschew.

Der von Donald Trump ernannte Flynn hatte am Montagabend seinen Rücktritt eingereicht, offiziell, weil er Vizepräsident Mike Pence „unvollständige Informationen” über seine Telefongespräche mit dem russischen Botschafter in den USA geliefert habe. Es steht der Verdacht im Raum, Flynn könnte gegen ein Gesetz verstoßen haben, das US-Privatleuten außenpolitische Verhandlungen verbietet, schreibt Zuerst!

 

 

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