Alle Entscheidungen bezüglich der Situation in Syrien trifft allein die Regierung in Damaskus, und nicht Russland, wie der Staatschef Baschar al-Assad gegenüber dem Radiosender „Europe 1“ sagte. Ohne Moskaus Unterstützung wäre die Lage jedoch wesentlich schlimmer.

 

Assads Bild in Aleppo (Archivbild)

 

„Nein, Präsident Wladimir Putin trifft keine Entscheidungen in Syrien. Wir treffen diese Entscheidungen“, sagte Assad. „Russland respektiert unsere Souveränität. In jeder zurückgelegten Phase – strategischer oder taktischer – gab es immer Zusammenarbeit mit Syrien. Sie haben nie etwas getan, ohne dies mit uns abzustimmen.“

 

Assad betonte dabei, dass die Situation im Land ohne Russlands Hilfe jedoch wesentlich schlimmer wäre. Keiner könne sagen, ob die Regierung nicht sogar gestürzt worden wäre oder nicht. „Eines ist jedoch klar: Russlands Unterstützung war entscheidend bei der Schwächung des Islamischen Staates und Dschebhat an-Nusra“, so Assad.

 

Den Westen beschuldigte der syrische Staatschef dagegen der Unterstützung der Terroristen. Assad zufolge „nehmen die Terroristen Hilfe der westlichen Länder, auch Frankreichs und Großbritanniens, in Anspruch“.

 

„Seit dem ersten Konflikttag unterstützte es (Großbritannien — Anm. d. Red.) Terroristen in Syrien, und es trägt direkte Verantwortung für die Morde in unserem Land“, schloss Syriens Staatschef.

In Syrien herrscht seit 2011 Krieg, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 280.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen von den USA unterstützte Rebellen, aber auch die islamistischen Terrormilizen Daesh, al-Nusra-Front und andere gegenüber. Die russische Luftwaffe unterstützt seit 2015 auf Bitte der Regierung in Damaskus die syrischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Terroristen.

Quelle: Sputnik

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