Der frühere britische Oberst Richard Kemp, vormals Kommandeur des britischen Afghanistan-Kontingents, hat zu einer Neuorientierung der NATO aufgefordert. Kemp gibt darüber hinaus US-Präsident Donald Trump recht, der das westliche Militärbündnis im Wahlkampf als „obsolet“ bezeichnet hatte. Geboten sei jetzt in erster Linie die Bekämpfung des Terrorismus.

In einem Beitrag im britischen „Daily Telegraph“ wird Kemp mit den Worten zitiert:: „Die NATO sollte anerkennen, daß wir alle von extremistischen islamischen Kräften aller Art angegriffen werden. Die NATO muß den Kampf gegen den islamischen Terrorismus als ihre Kernaufgabe sehen. Wir müssen uns verteidigen, um die Freiheit unserer Länder zu erhalten.“

Eine Reform des Militärbündnisses müsse rasch erfolgen. Andernfalls könne es zu einem „sich beschleunigender Bedeutungsverlust“ kommen. In Teilen sei eine Erweiterung um neue Mitgliedsländer wünschenswert: „Um die westliche Welt besser zu sichern, muß die NATO neue Mitgliedsländer einladen, die ähnlich wie wir sind in der Verteidigung unserer Werte und bereit sind, einen Teil der Last in diesem zivilisatorischen Kampf zu tragen.“

Konkret denkt der britische Ex-Militär, der seine Ansichten in dem Pressebeitrag zusammen mit Rafael Baraji, einem ehemaligen israelischen Sicherheitsberater der spanischen Regierung und Direktor der „Freunde Israels“, vortrug, dabei an Israel, Japan, Singapur und Indien.

 

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