Im Ruhrgebiet will man nun verstärkt gegen Bettel-Kriminalität vorgehen:Das Ordnungsamt der Ruhrpottstadt Essen geht nun künftig härter gegen aufdringliche Bettler vor. Bis zu 1.000 Euro Strafe drohen, wer etwa mit Hilfe von Kindern oder Tieren um Geld bettelt.

Die neue „Ordnungsbehördliche Verordnung“ umfaßt auch das bandenmäßige und organisierte Betteln, künstlerische Darbietungen vorzutäuschen, Passanten anzufassen, festzuhalten und zu bedrängen, beim Betteln den Verkehr zu behindern oder Behinderungen, Krankheiten oder Notlagen vorzutäuschen. Die bisherige Verordnung ist bereits 15 Jahre alt.

„Wir hatten es zuletzt vermehrt mit aggressivem Betteln zu tun“,  begründet Stadtsprecherin Lenz den Schritt. Vor allem habe der Einfluß organisierter Banden stark zugenommen. Dazu wird die Zahl der Ordnungsbediensteten mit 35 statt bislang zwölf fast verdreifacht. Essen steht damit nicht alleine, viele Kommunen haben bereits strengere Regelungen erlassen, vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und im Rhein-Main-Gebiet.

Uwe Lübking vom Deutschen Städte- und Gemeindebund betont, daß es sich um ein bundesweit verschärfendes Phänomen handele.

Quelle: Zuerst!

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