Ein entlarvendes Eingeständnis: erstmals hat das US-Verteidigungsministerium jetzt zugegeben, daß auch in Syrien beim Kampf gegen Stellungen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, ISIS, Daesh — in Russland eine verbotene Organisation) hochtoxische Uranmunition verschossen wird, schreibt Zuerst! auf seiner Seite

Bei zwei Luftangriffen auf IS-Konvois sei die umstrittene Munition verwendet worden. Bisher hatte es stets geheißen, abgereichertes Uran komme in Syrien nicht zum Einsatz, da die Dschihadisten nicht viele schwer gepanzerte Fahrzeuge besäßen, gegen die sich die panzerbrechenden Geschosse eigneten.

Konkret geht es laut einem Bericht des Magazins „Foreign Policy” um zwei Angriffe auf Tanklastwagen des IS am 16. und 22. November 2015 in der Nähe der syrisch-irakischen Grenzstadt Abu Kamal bzw. nahe der Großstadt Deir ez-Zor.

Ein Sprecher des US-Zentralkommandos gab zu Protokoll, daß Kampfjets des Typs A-10 Thunderbolt insgesamt 5.265 30-Millimeter-Patronen mit abgereichertem Uran  verschossen und dabei 350 Fahrzeuge zerstört hätten.

Abgereichertes Uran ist ein Abfallprodukt aus der Urananreicherung von Brennelementen für Kraftwerke. Es ist verhältnismäßig billig in der Herstellung, steht aber wegen der befürchteten Spätfolgen durch die radioaktive Strahlung in der Kritik.

Uranmunition wurde von den US-Streitkräften erstmals in großem Stil 1991 im Golfkrieg gegen den Irak eingesetzt. Auch im Kosovokrieg der NATO gegen Serbien 1999 und im US-geführten Irakkrieg 2003 wurden derartige Geschosse eingesetzt.

Aufgrund verschiedener Studien gilt es unter Wissenschaftlern heute als erwiesen, daß Uranpartikel, die beim Aufprall von Urangeschossen auf ihr Ziel freigesetzt werden, Krebs verursachen. Im Irak kam es in den ehedem umkämpften Gebieten zu massiven Mißbildungen bei Neugeborenen.

Quelle: Zuerst!

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