Die Regelung der Syrien-Krise ist ohne eine Beteiligung Russlands und des Iran unmöglich, wie der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Sonntag bei der Münchener Sicherheitskonferenz mitteilte.

 

Situation in Syrien

 

„Der Waffenstillstand (in Syrien – Anm. d. Red.) muss gemeinsam gefestigt werden. Wir brauchen die Unterstützung Russlands und in manchen Fällen auch des Irans. In dieser Hinsicht haben wir bereits Vieles erreicht“, so der Minister.

 

Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, Ankara habe keine Meinungsverschiedenheiten mit Moskau hinsichtlich der Militäroperation „Schutzschild Euphrat“ in Syrien.

Russland, der Iran und die Türkei sind die Initiatoren des Syrien-Treffens in Kasachstans Hauptstadt Astana und Garanten der seit Ende Dezember geltenden Waffenruhe zwischen der Regierungsarmee und der bewaffneten Opposition in Syrien. Man wolle durch konkrete Maßnahmen und Einfluss auf die Konfliktparteien versuchen, die Feuerpause zu stärken, die Gewalt zu vermindern und einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu schaffen.

 

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 20. Februar in Genf geplant.

Die Armee der Türkei hatte am 24. August 2016 ihre Operation „Schutzschild Euphrat“ gegen den IS gestartet und unter Beteiligung von Kräften der syrischen Opposition die grenznahe Stadt Dscharabulus im Norden Syriens befreit. Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geht es um die „Säuberung“ eines insgesamt 5000 Quadratkilometer großen Territoriums, um dort eine Sicherheitszone für die Rückkehr von Flüchtlingen einzurichten. Damaskus verurteilt Ankaras Aktivitäten und stuft den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien, die mit der syrischen Regierung nicht koordiniert werden, als Verletzung der Souveränität des Landes ein.

 

Quelle: Sputnik