Frankreich und die EU müssen sich in Richtung der Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen bewegen, wie der ehemalige französische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei, und Abgeordnete der Nationalversammlung der Republikaner, Bruno Le Maire, gegenüber dem Radiosender „Europe 1“ mitteilte.

 

Russland-Sanktionen (Symbolbild)

 

„Es ist unmöglich, immer nur unter den Bedingungen des Regimes der Anti-Russland-Sanktionen zu leben. Das entspricht weder den Interessen der Einwohner Frankreichs, noch der der anderen Länder Europas“, so Le Maire.

 

 

Dabei geht es dem Abgeordneten zufolge nicht um eine bedingungslose Aufhebung der Sanktionen. „Das habe ich neulich bei der Münchener Sicherheitskonferenz beim Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gesagt. Ich bin der Ansicht, dass so auch der Ansatz von François Fillon, sollte er die Wahlen gewinnen und Frankreichs Präsident werden, bei den Verhandlungen mit Russland sein sollte“, sagte der Ex-Minister.

 

 

„Wir müssen gemeinsam die Bedingungen prüfen, die es ermöglichen, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben“, so Le Maire weiter.

Dies wird dem französischen Politiker zufolge ermöglichen, wieder ein konstruktives Niveau von kommerziellen und wirtschaftlichen Beziehungen aufzubauen, sowie die Zusammenarbeit mit Russland im Militärbereich zu verbessern.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Ukraine-Krise verschlechtert. Ende Juli 2014 verhängten die USA, die EU und andere Länder Sanktionen gegen einzelne russische Amtspersonen und Unternehmen, die später erweitert wurden und nun ganze Sektoren der russischen Wirtschaft betreffen. Moskau reagierte darauf mit Einschränkungen für Lebensmittelimporte aus den betreffenden Ländern.

 

Quelle: Sputnik