In Großbritannien will jetzt der frühere Premierminister Tony Blair den Widerstand gegen den „Brexit“, den britischen EU-Austritt, mobilisieren, für den sich in einem Referenum im Juni 2016 eine Mehrheit der Briten ausgesprochen hatte, schreibt Zuerst! auf seiner Internetseite.

Auf einem Treffen von Brexit-Gegnern erklärte Blair: „Es ist Zeit, sich zu erheben und das zu verteidigen, an das wir glauben.“ Viele Menschen hätten für den EU-Austritt gestimmt, ohne die Folgen genau zu kennen. Diese Menschen müßten jetzt „aufgeklärt“ werden.

Konservative und die rechtspopulistische Ukip-Partei kritisierten Blairs Auftritt prompt. Der frühere Justizminister und Brexit-Wortführer Michael Gove forderte von Blair, er solle das Abstimmungsergebnis akzeptieren und nicht die Demokratie untergraben. Ähnlich äußerte sich der Ex-Chef der EU-kritischen UKIP-Partei, Nigel Farage, auf einem Frühjahrstreffen seiner Partei: „Ausgerechnet Tony Blair, der die unkontrollierte Einwanderung aus der EU zuließ, als Labour an der Macht war, weigert sich, die Entscheidung zu akzeptieren, die die Menschen im vergangenen Juni gefällt haben.”

Blair hatte bereits im vergangenen Herbst die Möglichkeit eines zweiten Brexit-Referendums ins Spiel gebracht. Die Regierung lehnte das kategorisch ab. „Brexit heißt Brexit”, lautet das Motto von Premierministerin May.

Quelle: Zuerst!

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