Laut Irans Außenminister Sarif wird der Iran keine Atomwaffenherstellen. Ihm zufolge sei dies in der heutigen Zeit überflüssig.

„Der Iran hat stets gesagt, dass sein Atomprogramm friedlich ist. Wir wollen keine Atomwaffen erzeugen. Diese Frage ist abgeschlossen“, betonte Sarif. „Alle sprechen davon, dass wir genug Kapazitäten hätten, um das in einem Jahr zu machen. Ich erkläre jedoch klar und deutlich, dass Atomwaffen zu unserer Sicherheit keineswegs beitragen und auch der Sicherheit keines anderen Landes helfen wird.“

Vielmehr sei die Zeit reif, Atomwaffen komplett loszuwerden, anstatt sich diesem „Club der Besitzer dieses Waffentyps“ anzuschließen. Alle Fragen können dem Minister zufolge im Rahmen des Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) geregelt werden, der Iran komme seinen Verpflichtungen auch nach.

Dabei wies Sarif darauf hin, dass die Terrorgruppierungen Dschebhat an-Nusra und Islamischer Staat (IS, auch Daesh) auch weiterhin Chemiewaffen besäßen, deren Einsatz keinesfalls gerechtfertigt werden könne. „Der Iran war unter den Ersten, die die Anwendung von Chemiewaffen verurteilten“, so der Außenminister.

Dabei warf er den USA und einigen weiteren Ländern, die den Terrorismus unterstützen, vor, die Situation im Nahen und Mittleren Osten zu destabilisieren. „Die Abenteuerlust der USA und die Unterstützung von Terrorgruppierungen durch einige Länder führen zu Destabilisierung und Sicherheitsmangel“, so Sarif.

Zuvor hatte Bahram Kassemi vom iranischen Außenministerium gesagt, Atomwaffen hätten keinen Platz in der Militärdoktrin des Iran. So kommentierte er die Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump, neue Sanktionen gegen Teheran zu verhängen. Anfang Februar hatte die US-Regierung die Sanktionen gegen den Iran erweitert. Betroffen sind 13 natürliche Personen und zwölf Firmen mit Hauptsitz im Iran.

 

Quelle: Sputnik Deutschland