Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz für eine neue Weltordnung geworben, in der die Staaten des Westens weniger Einfluß haben sollen, berichtet Zuerst! auf seiner Webseite. Anzustreben sei eine „post-westliche Weltordnung”, so Lawrow.

Kennzeichen einer solchen neuen Weltordnung müßte es sein, „daß jedes Land durch seine eigene Souveränität definiert wird” – ein Grundsatz, der in der westlich definierten „Neuen Weltordnung“ mit ihrem weltweiten „Demokratie“-Export bekanntlich nicht anerkannt wird.

Die NATO sei immer noch eine Organisation des Kalten Krieges, kritisierte Lawrow. Die Ausdehnung des westlichen Militärbündnisses nach Osten habe für neue Spannungen in Europa gesorgt. Lawrow bot demgegenüber ein „pragmatisches” Verhältnis Rußlands zur NATO an.

„Pragmatisch” sollten sich laut Lawrow auch die Beziehungen zu Washington gestalten. „Es ist in unserem gemeinsamen Interesse, die amerikanisch-russischen Beziehungen zu stärken.” Wichtig seien dabei „der gegenseitige Respekt und die Anerkennung unserer Verantwortung für die weltweite Stabilität”. Rußland sei dazu bereit, wenn auch die USA bereit seien.

Aus Washington hatte es seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Donald Trump widersprüchliche Signale an Rußland gegeben. Im Wahlkampf hatte sich Trump wiederholt für eine Verbesserung der Beziehungen zu Rußland ausgesprochen, hatte in den letzten Wochen – etwa in der Krim- und Syrien-Frage – jedoch widersprüchliche Signale ausgesandt.

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