Die Verhandlungen über die Waffenruhe in Syrien, die Russland und die Türkei durchführen, weise aus Sicht des Sonderbeauftragten der Uno, Staffan de Mistura, mehr Perspektiven auf als alle anderen Friedensinitiativen.

 

Der Syrien-Sonderbeauftragte der UNO, Staffan de Mistura (Archivbild)

 

„Diese (durch Moskau und Ankara unterstützte – Anm. d. Red.) Feuerpause dauert länger an, als die vorherigen, und – wir alle unterstützen und verfolgen sie sehr aufmerksam – sie hat aus meiner Sicht mehr Erfolgschancen als die anderen“, so de Mistura am Sonntag bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

 

Der Syrien-Beauftragte der Uno betonte ferner, dass sich die Verhandlungen in Kasachstan auf die Unterstützung der Waffenruhe sowie Maßnahmen zur Wiederherstellung des Vertrauens und Wiederaufnahme der Lieferung von humanitären Hilfsgütern an die syrische Bevölkerung konzentrierten. „Aus diesem Grund unterstützen wir diesen Prozess in Astana“, so de Mistura weiter.

 

Die zweite Verhandlungsrunde über die Regelung der Syrien-Krise fand in Asatana am 15. und 16. Februar statt. Bei den Gesprächen konnte man sich endgültig auf die Bildung einer Monitoring-Gruppe unter Beteiligung des Irans, Russlands und der Türkei einigen, die die Einhaltung der Waffenruhe in Syrien regelmäßig überwachen soll. Diese Gruppe soll an der Einhaltung der Feuereinstellung und der Verhinderung deren Verletzung arbeiten, damit vertrauensbildende Maßnahmen getroffen sowie andere Aufgaben erfüllt werden, die die Syrien-Gespräche unter der UN-Schirmherrschaft und auf der Grundlage der UN-Resolutionen fördern werden.

 

Russland, der Iran und die Türkei sind die Initiatoren des Treffens in Astana und Garanten der seit Ende Dezember geltenden Waffenruhe zwischen der Regierungsarmee und der bewaffneten Opposition in Syrien. Man wolle durch konkrete Maßnahmen und Einfluss auf die Konfliktparteien versuchen, die Feuerpause zu stärken, die Gewalt zu vermindern und einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu schaffen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist dann für den 20. Februar in Genf geplant.

 

Quelle: Sputnik