Die Türkei hat nach wie vor Kaufinteresse an den russischen Langstrecken-Flugabwehrraketen vom Typ S-400 Triumph. Beide Staaten führen diesbezüglich Verhandlungen, wie Sergej Tschemesow, Chef des russischen staatlichen Technologie-Konzerns Rostec. Zuvor hatte die Türkei die Aufstellung eines S-400-Systems im Nachbarstaat Syrien scharf kritisiert.

„Sie (die Türkei – Anm. d. Red.) haben sich schon immer für die Fla-Systeme interessiert: Zuerst für die S-300, nun auch für die S-400“, sagte Tschemesow am Montag auf der Rüstungsmesse Idex 2017 in Abu Dhabi. „Es wird verhandelt. “
Die Türkei hatte bereits 2009 Kaufinteresse an den S-400 signalisiert. Zu einem Deal war es damals aber nicht gekommen. Ende 2015 schoss die Türkei einen russischen Bomber über Syrien ab und vergiftete damit die Beziehung zu Moskau für Monate. Nach dem Abschuss, bei dem der Pilot ums Leben kam, brach Moskau die militärtechnische und andere Zusammenarbeit mit der Türkei ab. Zudem brachte Russland in Syrien ein S-400-Abwehrsystem in Stellung, um seine Flugzeuge zu schützen. Die türkische Regierung warnte vor einer Anwendung dieses Systems.

Seit Juni 2016 sind Ankara und Moskau wieder auf Normalisierungskurs. Im November teilte der türkische Verteidigungsminister Fikri Işık mit, die Türkei wolle auch die Baulizenz für die S-400 erwerben.

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