Die syrische Regierung spricht sich entschieden gegen einen Einsatz von US-Bodentruppen in Syrien aus, wie ein Vertreter der regierenden Arabisch-Sozialistischen Baath-Partei, Halaf al Muftah, gegenüber Sputnik sagte. Ein solcher Schritt würde all die Bemühungen der syrischen Politiker um eine politische Lösung im Lande zunichtemachen

„Eine ausländische Einmischung  wird von allen politischen Kräften in Syrien abgelehnt, weil sie eine Eskalation von Spannungen und die Ausweitung des Konflikts zur Folge hätte“, so al Muftah.

Eine Einmischung aus dem Ausland würde die Sicherheit der ganzen Region bedrohen, allen voran des benachbarten Irak und Libanon. „Außerdem würde sie die ganze Arbeit der syrischen Regierung zur politischen Lösung des Konflikts zunichtemachen“, so der Politiker weiter. Ein solcher Schritt werde sich später als großes Problem für die amerikanische Führung erweisen, fügte al Muftah hinzu.

Neben der Ablehnung der syrischen Regierung gebe es jedoch auch andere Gründe, warum ein US-Bodeneinsatz schlicht unmöglich sei: „Diese Entscheidung widerspricht dem Völkerrecht, demgemäß die USA sich an den Sicherheitsrat wenden müssten, welcher einen solchen Schritt dann offiziell genehmigen müsste. Russland, China und andere Verbündeten Syriens machen dann aber ihr Veto-Recht gegen diese Initiative geltend.“

Zuvor war berichtet worden, dass das Pentagon die Entsendung konventioneller Bodentruppen nach Syrien erwäge, um den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (auch Daesh, IS — in Russland verbotene Organisation) zu beschleunigen. Wie ein Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums gegenüber CNN sagte, ist es durchaus möglich, dass US-Soldaten „für einen bestimmten Zeitraum“ nach Syrien gehen.

Quelle: Sputnik Deutschland

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