Der Vorsitzende der Radikalen Partei im ukrainischen Parlament, Oleg Ljaschko, hat nach eigener Aussage von seinem Parteigenossen Andrej Artemenko gefordert, dass dieser sein Abgeordnetenmandat abgebe. Grund für die Forderung war Artemenkos Plan zur Aufhebung der Russland-Sanktionen, den er angeblich dem Weißen Haus vorgelegt haben soll.

Er darf kein Fraktionsmitglied der Radikalen Partei sein und hat auch kein Recht, die Radikale Partei zu vertreten“, zitiert der Fernsehsender „112 Ukraina“ Ljaschko.

„Das, was passiert ist, halte ich für eine Diskreditierung der Ukraine, es ist eine Diskreditierung unseres Teams. Deshalb denke ich, dass, wenn Artemenko sagt, er sei ein neuer Politiker, der mit Putin und mit Russland befreundet sein will, er sein Mandat niederlegen und sich mit jedem befreunden kann, mit dem es ihm beliebt“. Die Radikale Partei sei nur mit den Ukrainern befreundet.

„Ich als Vorsitzender der Radikalen Partei fordere von Artemenko, dass er sein Mandat niederlegt. Seine Beweggründe interessieren mich nicht“, so der Politiker weiter.

Zuvor hatte die amerikanische Zeitung „The New York Times“ berichtet, Artemenko habe einen „Friedensplan“ für Russland und die Ukraine entworfen und ihn dem vor Kurzem zurückgetretenen Ex-Berater des US-Präsidenten Donald Trump, Michael Flynn, überreicht. Der Plan sieht dem Blatt zufolge den Abzug aller russischen Streitkräfte aus der Ost-Ukraine vor. Außerdem soll in der Ukraine ein Referendum zur Verpachtung der Krim an Russland abgehalten werden. Der Kreml weiß laut Peskow jedoch noch nichts von dem Plan.

Quelle: Sputnik Deutschland

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