Am Samstag erließ Präsident Wladimir Putin ein Dekret, wonach sämtliche Dokumente der Volksrepubliken Donezk und Lugansk anerkannt werden. Laut dem digitalen Informationsdienst Sputnik wächst nun die Nachfrage solcher Dokumente — insbesondere nach Ausweisen.

Im Donbass wird die Anzahl derjenigen, die die Papiere der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk ausgestellt bekommen wollen, immer größer. Am 18. Februar unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin einen Erlass über die Anerkennung der Pässe von in Donezk und Lugansk lebenden Bürgern der Ukraine.

„Allein im letzten Monat haben wir mehr als 8.000 Pässe ausgestellt“, sagte der Chef des Migrationsdienstes des Donezker Innenministeriums Wladimir Krasnoscheka gegenüber dem Portal Vesti.ru. „Und die Zahl der Personen, die kommen, um Pässe zu beantragen, wird immer größer. Ich glaube, dieser Strom wird sich nach der Veröffentlichung des Erlasses des russischen Präsidenten am Samstag mindestens verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen“, so der Leiter des Migrationsdienstes weiter.

Selbst die Bewohner der Ukraine würden in die belagerten Gebiete reisen, um dort alle Rechte der örtlichen Einwohner zu bekommen, so vesti.ru. „Ich habe versucht, schon vor einigen Monaten einen Pass zu beantragen. Es gibt jedoch Warteschlangen (…), vor allem weil aus der Ukraine diejenigen zurückkehren, die einst weggefahren waren. Nun versuchen sie, Pässe der Volkrepublik Donezk zu bekommen“, zitiert das Portal Alexander Krasnikow, einen Einwohner der Republik.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Freitag einen Erlass über die Anerkennung von Ausweisen unterzeichnet, die in bestimmten Bezirken der Gebiete Donezk und Lugansk wohnenden Bürgern der Ukraine sowie Staatenlosen ausgestellt wurden. Laut dem Erlass können Bürger der Ukraine und Staatenlose, die ständig in einzelnen Bezirken der Gebiete Donezk und Lugansk wohnen, auf Vorlage dieser Ausweisdokumente ohne Visum nach Russland einreisen.

Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow mitteilte, werde Putins Donbass-Pass-Erlass solange gelten, bis die Minsker Vereinbarungen vollständig umgesetzt seien.

Die US-Botschaft in Kiew erklärte ihrerseits, dass die Anerkennung von Pässen der DVR und der LVR durch Moskau den Zielen der Minsker Vereinbarungen widerspreche, und bezeichnete diesen Schritt  als „alarmierend“.

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