Griechenland steht ökonomisch offenbar wieder einmal kurz vor dem Kollaps. Wie jetzt bekannt wurde, hoben griechische Einleger allein in den sieben Wochen seit Ende 2016 mehr als zwei Milliarden Euro von ihren Bankkonten ab, um das Geld in Sicherheit zu bringen, berichtet das Magazin Zuerst!

 

Grund für den – von bundesdeutschen „Qualitätsmedien“ übrigens verschwiegenen – Sturm auf die Banken ist die anhaltende Finanzkrise im Gefolge des laufenden Schuldendienstes. Bis Mitte des Jahres muß die Regierung in Athen weitere sieben Milliarden Euro an die internationalen Geldgeber, in erster Linie IWF und EZB, zurückzahlen.

Als Folge drohen weitere Sparpakete und Steuererhöhungen für die griechischen Bürger. Auch ein endgültiges Ausscheiden aus der Eurozone als ökonomischer Ausweg aus dem Schuldendesaster steht jetzt wieder zur Diskussion. Die verunsicherten Bürger horten ihre abgehobenen Bankguthaben mittlerweile lieber zu Hause.

Die Gläubiger fordern gegenwärtig neuerliche Adaptierungen bei den öffentlichen Ausgaben von nicht weniger als 3,6 Milliarden Euro von der griechischen Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras (SYRIZA). Um dieses Ziel zu erreichen, muß Tsipras neue Einsparungsprojekte auf den Weg bringen. Aktuell geht es um eine weitere Kürzung der Pensionen und der Abschaffung von Steuerprivilegien.

 

Quelle: Zuerst!

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