Dem Sender France 24 zufolge hängen die Durchsuchungen mit den Ermittlungen zur Zweckentfremdung von EU-Geldern durch die Chefin der Partei und Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen zusammen, berichtet Sputnik.

 

Le Pen wird vorgeworfen, mit EU-Geldern Parteipersonal des Front National bezahlt zu haben. Insgesamt geht es um 340.000 Euro. Das EU-Parlament hat Le Pen bis Ende Februar Zeit gegeben, das Geld zurückzuzahlen.

Die Präsidentschaftskandidatin, die laut den jüngsten Umfragen zu den Favoriten im Ringen um das höchste Amt Frankreichs im Frühjahr 2017 gehört, hat bereits angekündigt, dies nicht tun zu wollen. Eine Rückzahlung käme aus ihrer Sicht einem Schuldeingeständnis gleich, so der „Guardian“.

„Das Ganze sieht aus wie eine Medienkampagne, deren Ziel es ist, den Wahlkampf zu stören und Le Pens Autorität, die laut den Umfragen sowohl im ersten als auch im zweiten Gang der kommenden Wahlen an Popularität gewinnt, zu untergraben“, hieß es aus dem Front National.

In der Partei betonte man, dass die Durchsuchungen in der Parteizentrale auch früher schon stattgefunden haben sollen, jedoch ergebnislos.

Marine Le Pen ist Präsidentschaftskandidatin der konservativen Partei „Front National“. Sie tritt unter anderem gegen den Migrantenzustrom, für einen EU-Austritt Frankreichs, eine Revision der Verfassung und einiger Gesetze des Landes ein. Die Franzosen wählen ihren künftigen Staatschef in voraussichtlich zwei Wahlgängen am 23. April und 7. Mai 2017.

Метки по теме: ;