Erst die Bundeswehr, dann die Verbündeten aus Tschechien: Die Polizei der litauischen Hafenstadt Klaipeda hat fünf betrunkene tschechische Soldaten festgenommen, wie die Nachrichtenagentur BaltNews unter Verweis auf die lokale Polizeibehörde am Montag meldete.

Der Zwischenfall ereignete sich demnach in der Nacht auf Sonntag vor dem Nachklub „Portas», wo Security-Mitarbeiter sich weigerten,  fünf angeheiterte  und aggressiv gestimmte tschechische Soldaten einzulassen.  Es kam zu einem Zusammenstoß mit den Security-Leuten, die die Polizei rufen mussten.

Allerdings ignorierten die Soldaten die Anordnungen der Polizei und versuchten, einen „organisierten physischen Widerstand» zu leisten.  Die Polizisten mussten Elektroschocker einsetzen, um die  polternden Verbündeten zu beschwichtigen.

Tschechische Soldaten waren Mitte Januar in Klaipeda eingetroffen.  Ende Februar sollen sie an gemeinsamen Militärübungen zur Verteidigung der Meeresküste vor einem Angriff von Seelandungstruppen eines „Aggressors» teilnehmen.  Das weitere Schicksal  der Balger  wird das tschechische Kommando bestimmen.

Der Zwischenfall in Klaipeda war nicht der erste Fall eines zügellosen Verhaltens von NATO-Soldaten in Litauen. Laut BaltNews war es bereits wegen Alkoholmissbrauchs in verschiedenen litauischen Städten zu Konflikten gekommen.

So hatten  beispielsweise im Frühjahr 2016 betrunkene amerikanische Soldaten eine litauische Staatsflagge von dem Gebäude der Staatsanwaltschaft  abgerissen  und  geschändet. Die litauische Polizei habe diese Tatsache verschwiegen und diese Straftat nicht in die amtliche Statistik aufgenommen.  Dieser Vorfall sei der Presse  bekannt geworden, die Täter seien straflos ausgegangen, berichtet der digitale Informationsdienst Sputnik auf seiner Seite.

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