Laut dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu unternimmt die Nato in der letzten Zeit immer häufiger Aufklärungsflüge an Russlands Grenzen, schreibt der digitale Informationsdienst Sputnik auf seiner Internet-Seite

„In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Aufklärungsflüge der Fliegerkräfte der Allianz an unseren Grenzen faktisch auf das Dreifache  und im Südwesten Russlands auf das Achtfache gestiegen“, sagte der Minister bei der Eröffnung des 2. Gesamtrussischen Jugendforums „Internationale militärpolitische und militärökonomische Kooperation: moderne Tendenzen“ in der Moskauer Universität für internationale Beziehungen (MGIMO).

Schoigu fügte als Vergleich hinzu, dass in den 1990er Jahren 107 solche Aufklärungsflüge, in den 2000er Jahren 200 Flüge und im vorigen Jahr 875 Flüge registriert wurden. Im Schwarzen Meer würden immer öfter mit Raketen bestückte Nato-Schiffe auftauchen, so der Minister.

„Die Führung der Nordatlantischen Allianz bleibt weiterhin auf ihrem Kurs der Ablehnung der praktischen Zusammenarbeit jeder Art mit uns und fährt damit fort, sich selbst Angst vor unserer ‚Bedrohung‘ einzuflößen“, so der Minister.

„Statt die Bemühungen um die Bekämpfung des Terrorismus zu vereinen, hat die Allianz Russland zur Hauptbedrohung erklärt und stockt nun ihr Militärpotential entlang unserer Grenzen auf“, so Schoigu. Er verwies darauf, dass die Nato in der letzten Zeit immer mehr Übungen in Osteuropa, in der Ostsee und im Schwarzen Meer durchführe.

Die Aufklärungs- und Übungsfüge der Fliegerkräfte Russlands und der Nato über Neutralgewässern (darunter auch in unmittelbarer Grenznähe) sind in den zurückliegenden Jahren immer intensiver geworden. Flugzeuge der USA und westeuropäischer Länder überfliegen Gebiete der Ostsee und des Schwarzen Meeres, während russische Fernflugzeuge regelmäßig über dem Nordatlantik, darunter vor der Küste Großbritanniens, auftauchen, schreibt Sputnik

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