Sollte Montenegro letztlich nicht der NATO beitreten, so hat der Westen bereits einen Schuldigen: Wie immer hat der Kreml seine Finger im Spiel.

 

Russland plane einen Umsturz in Montenegro, erklärte der Premier des Landes Dusko Markovic am 17. Februar in einem Interview mit dem „Time“-Magazin. Deshalb hätten russische Spitzenpolitiker bereits einige ihrer Kollegen sowie Vertreter von Medien und Zivilgesellschaft in Montenegro kontaktiert.

Laut dem Politologen Matija Nikolic macht der montenegrinische Regierungschef „die lange Hand des Kremls“ genau dann zum Thema, wenn der Beitritt des Landes zur Nato ins Stocken gerät – „und zwar an jenem Ort, an dem man es am wenigsten erwartet hätte: in den USA“, sagt er im Sputnik-Interview. Die Regierung in Podgorica vermeide so, ein Referendum über den Nato-Beitritt auch nur zu erwähnen, da das Volk die „vielbeschworenen Werte der transatlantischen Familie nicht teilen möchte“.

„Das Verhalten der Regierung kann als Druckmittel auf die Trump-Administration gedacht sein. Die US-Führung soll ein kleines Land schützen, das vor dem riesigen, schrecklichen und blutrünstigen Russland unter die Fittiche der Nato flieht“, so der Politologe.

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