In der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk (LVR) haben rund 250.000 Menschen einen Appell an führende Weltpolitiker für die Beendigung des Krieges unterzeichnet, wie aus einer Mitteilung des Vorsitzenden des Volksrates der LVR, Wladimir Degtjarenko, hervorgeht.

Die Vorsitzenden der Volksräte der LVR und der DVR („Donezker Volksrepublik“), Wladimir Degtjarenko und Denis Puschilin, hatten sich am 31. Januar an die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump, sowie an Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Bitte gewandt, „Poroschenko in den Arm zu fallen“, damit die Kämpfe im Donbass und die Blockade dieser Region gestoppt werden können. Die Sammlung von Unterschriften unter den Appell war am 2. Februar gestartet worden.
„Wir, das ganze Volk, appellieren an die Weltpolitiker, die Führung in Kiew und Poroschenko zur Beendigung des Krieges zu zwingen… Und wir wissen genau, dass solche Länder wie Deutschland imstande sind, Poroschenko zum Kriegsstopp zu zwingen. Wenn es in Kiew an Vernunft, Gewissen und Entschlossenheit mangelt, um diesen Fehler wieder gutzumachen und den Krieg zu beenden, so hoffen wir, dass Kiew dazu gezwungen wird“, so Degtjarenko.

Zuvor hatten die Volkswehrmilizen und die ukrainischen Militärs eine Zuspitzung der Situation im Donbass gemeldet. Die Konfliktseiten beschuldigen sich gegenseitig, die jeweils andere Seite massiv unter Beschuss zu nehmen und an der Trennlinie Feuerangriffe vorzunehmen. Die ukrainische Führung hat über den von Kiew kontrollierten Ort Awdejewka (bei Donezk), wo die Wasser- und Stromversorgung unterbrochen ist, den Ausnahmezustand verhängt.

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