Großbritannien wird sich gezwungen sehen, vor dem Austritt aus der Europäischen Union eine Mammutrechnung zu begleichen. Das erklärte der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Dienstag, berichtet Sputnik.

„Die Britten sollten sich darauf gefasst machen, dass es keinen Rabatt und keine Nullrechnung gibt. Die Briten haben ihre Verpflichtungen zu erfüllen“, sagte Juncker.

Medienberichten zufolge will die EU von London rund 57 Milliarden Euro fordern. Die Summe war bei einem Treffen vereinbart worden. Dabei bestanden Frankreich und Deutschland auf einer Summe von 70 Milliarden Euro.

Am 2. Februar hatte die britische Regierung das das sogenannte Weißbuch veröffentlich, in dem zwölf Grundprinzipien ihrer Brexit-Strategie festgeschrieben sind. Am 8. Februar billigte das Unterhaus des britischen Parlaments das Brexit-Gesetz.

Das Vorhaben muss auch noch vom Oberhaus abgesegnet werden, dem der Entwurf seit dem vergangenen Montag zur Diskussion vorliegt. Am 7. März soll das House of Lords seine Beratungen abschließen. Obwohl die konservative Premierministerin Theresa May im Oberhaus keine Mehrheit hat, rechneten Experten auch in dieser Kammer mit Zustimmung zum Brexit. Darum hatte Regierungschefin May das Parlament in London gebeten, die vermutlich zwei Jahre dauernden Austrittsgespräche mit der EU aufzunehmen.

 

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