Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat einen markanten Akzent gesetzt: im Libanon weigerte sie sich jetzt bei einem geplanten Treffen mit dem Großmufti von Beirut, ein Kopftuch zu tragen.

„Ich habe vorher gesagt, daß ich mich nicht verschleiern werde”, sagte die Vorsitzende des Front National.

Weil das Treffen nach ihrer Ankündigung, kein Kopftuch zu tragen, nicht abgesagt wurde, „dachte ich, daß sie meine Entscheidung akzeptieren”, zeigte sich die Europaabgeordnete nach dem Vorfall verwundert. Als sie dann morgens im Büro des Großmuftis Abdellatif Derian eingetroffen sei und dort das Tragen eines Kopftuchs gefordert wurde, sei sie wieder gegangen, ohne den Großmufti getroffen zu haben, so Le Pen.

Ein Sprecher der Dar al-Fatwa, der höchsten sunnitischen Instanz im Land, sagte: „Die Verantwortlichen von Dar al-Fatwa waren überrascht über ihre Weigerung, sich an diese allseits bekannte Regel zu halten.” Le Pen habe vorher gewußt, daß es nötig sei, bei einem Treffen mit dem Großmufti den Kopf zu bedecken, berichtet Zuerst!

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