Russland hat eigene Truppen für Informationsoperationen gebildet, wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch vor der Staatsduma (Russlands Parlamentsunterhaus) mitteilte.

„Indes sind Truppen für Informationsoperationen gegründet worden, die effektiver und stärker als die noch in den Sowjetzeiten existierte  Verwaltung für Gegenpropaganda sind“, so Schoigu.

„Es gibt Experten, die ausländische Sabotageakte in elektronischen, Papier- und Fernsehträgern entlarven“, sagte Klinzewitsch.

Die zweite Aufgabe der Einheit ist ihm zufolge die Abwehr von Cyber-Angriffen.

Wie RBK unter Verweis auf eine Quelle  aus der Staatsduma erläuterte, geht es tatsächlich um eine „Struktureinheit im Verteidigungsministerium, die Hackerangriffe abwehrt“.

„Diese ist unter anderem für die Gegenpropaganda sowohl in Russland als auch außerhalb seiner Grenzen – im Internet und in den Medien – zuständig“, so der Informant.

Erstmals hatte Vizepremier Dmitri Rogosin die Notwendigkeit hervorgehoben, das Cyber-Kommando entstehen zu lassen. Im Jahr 2013 war berichtet worden, dass ein solches Kommando bereits gebildet worden sei. Offiziell wurden aber diese Medienberichte nicht bestätigt.

Wie die Zeitung „Kommersant“ im Januar 2017 geschrieben hatte, könnte Russland nach den USA, China, Großbritannien und Südkorea zu den Top fünf der Staaten mit den weltweit besten Cyber-Truppen gezählt werden.

Laut Analytikern des Unternehmens Zecurion Alanytics, auf die sich die Zeitung berufen hatte, könnte die zahlenmäßige Stärke der russischen Cyber-Truppen etwa 1.000 Mann betragen und sich deren jährliche Finanzierung auf 300 Millionen US-Dollar (etwa 283 Millionen Euro) belaufen.