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In Österreich werden abgelehnte Asylbewerber spürbar häufiger abgeschoben, berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin Zuerst auf seiner Internet-Seite.

Wie Innenminister Sobotka (ÖVP) mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 10.677 Asylwerber abgeschoben. 2015 waren es lediglich 8355 Personen. 4880 Abschiebungen erfolgten 2016 zwangsweise, meist mit Charterflügen. Sobotka untertreicht, daß die österreichische Bundesregierung damit eines ihrer erklärten Ziele umsetze.

Weiter sagte der Minister wörtlich: „Wer kein Asyl in Österreich erhält, wird die Heimreise antreten müssen.“ Von den 10.677 Abschiebungen im vergangenen Jahr entfielen 5797 auf freiwillige Ausreisen, 4880 wurden zwangsweise durchgeführt. Die Abschiebezahlen konnten vor allem bei Migranten aus Afghanistan, Nigeria, Algerien und Rußland (Tschetschenien) gesteigert werden.

Allerdings steigen auch die Kosten: 2015 mußte der österreichische Steuerzahler rund 1,4 Millionen für Abschiebungen aufwenden, im Jahr darauf rund 3,8 Millionen. Diese Summen beinhalten unter anderem Transportkosten inklusive Begleitpersonal und Menschenrechtsbeobachtern sowie Kosten für die Beschaffung von Zertifikaten und weiteren Dokumenten. Nichtsdestoweniger sind diese Kosten ein Minimum der Kosten, die bei einem Verbleib der Asylanten auf den Steuerzahler zukämen.

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