Der Fall der vergewaltigten und ermordeten Studentin Maria L. in Freiburg machte im Oktober des letzten Jahres bundesweit Schlagzeilen, nun tauchen neue um das Alter auf.

Nach wochenlangen Ermittlungen wurde der Asylbewerber Hussein K., dessen DNA-Spuren am Tatort gefunden worden waren, als mutmaßlicher Täter festgenommen. Der ausländische Verdächtige gab gegenüber den Ermittlern an, 17 Jahre alt zu sein und aus Afghanistan zu stammen. Von Anfang an gab es daran Zweifel, weswegen ein Gutachten eingeholt wurde. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, legt das Gutachten der Rechtsmediziner der Freiburger Universität nahe, „daß der Beschuldigte zur Tatzeit bereits Erwachsener (mindestens 22 Jahre) war“.

Eine Rolle spielt das Alter hier insbesondere deswegen, da Hussein K. mit den behaupteten 17 Jahren nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden müßte, das bei derartigen Straftaten maximal zehn Jahre Haft vorsieht. Bei 18- bis 21Jährigen kann sowohl das Jugend- als auch das Erwachsenenstrafrecht angewendet werden, ab 21 Jahren muß das Erwachsenenstrafrecht Anwendung finden. Hiernach ist bei Mord eine lebenslange Freiheitsstrafe vorgesehen.

Bereits 2013 wurde Hussein K. wegen einem ähnlichen Fall in Griechenland verurteilt, damals überlebte das Opfer schwer verletzt. Dennoch konnte er 2015 ohne Papiere als minderjähriger unbegleiteter Asylbewerber nach Deutschland kommen. Er beantragte Asyl und lebte bis zu seiner Festnahme in Freiburg bei einer Pflegefamilie, schreibt Zuerst!

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