Beobachter rätseln noch, ob es sich um einen Aprilscherz oder eine besonders pluralistische Geschichts-Politik handelt, die sich die österreichische Bundeshauptstadt Wien da leistet. Österreichische und andere Anhänger des früheren vietnamesischen Kommunistenführers Ho Chi Minz (1890 – 1969) wollen jetzt im Donaupark ein Denkmal für die frühere Ikone der Hippie-Generation errichten.

Ein Aprilscherz ist es offenbar nicht, denn eine Sprecherin des Wiener Kulturstadtrates Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) bestätigte der populären „Kronen“-Zeitung inzwischen: „Die Stadt Wien wird für die Pflege des Denkmals sorgen. Die Errichtung finanziert die Gesellschaft Vietnam-Österreich.“

Kritiker der eigenwilligen Gedenkkultur werfen Ho Chi Minh zahllose Kriegsverbrechen, Millionen Tote, systematische Folter und blutigen Terror vor.

Der künftig in Wien Geehrte wurde 1890 im Dorf Kim Lien geboren, studierte im europäischen Ausland und zählte 1930 zu den Gründern der Kommunistischen Partei Indochinas, aus der später die Kommunistische Partei Vietnams hervorging. Im Vietnamkrieg (1955–1975) gehörte er zu den treibenden Kräften bei den Versuchen, den Nord- und Südteil des Landes wiederzuvereinigen. Bekannt wurde dabei unter anderem der Ho-Chi-Minh-Pfad, ein Netz von versteckten militärischen Versorgungswegen. Ho Chi Minh starb am 2. September 1969, berichtet Zuerst!

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