E-Mails zwischen dem neuen Vorsitzenden der US Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency), Scott Pruitt, und Vertretern der fossilen Energieindustrie wurden veröffentlicht. Die E-Mails zeigen eine enge Beziehung zu Lobbyisten auf.
Der neue Chef der US Umweltschutzbehörde EPA unterhielt in seiner vorherigen Position als Generalstaatsanwalt von Oklahoma „freundliche“ Beziehungen zu Energiefirmen. Dies zeigen E-Mails, die nach der Berufung Scott Pruitts zum neuen EPA-Chef veröffentlicht wurden.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat diese E-Mails während seiner Anhörung zurückgehalten, aber am Mittwoch hat sie mehr als 7.500 Seiten E-Mailverkehr an das Center for Media und Democracy (CMD) übergeben.

In einer E-Mail von dem stellvertretenden obersten Anwalt der USA aus dem Jahre 2013 wurde Pruitt um Rat gebeten. Es ging um einen Brief von Vertretern von Devon Energy, einem Öl und Naturgas Konzern, an die EPA, in welchem es um angedachte Regulierungen zum Methanausstoß ging.

Er bekam Rückmeldungen von anderen Mitarbeitern, inklusive des Leiters für Energie, Bill Whitsitt, der sogar bestimmte Teile in dem Schreiben an die Generalstaatsanwaltschaft markierte: „Sie könnten auch nur die rot markierten Änderungen übernehmen“, schrieb er, „oder sowohl das rote und blaue (das letztere sind einige Verbesserungen von einem unserer Experten) oder nichts.“

Andere E-Mails zwischen Pruitts Büro und Devon Managern zeigen eine dauerhafte Verbindung. In einer Email von der leitenden Assistentin, Ashley Olmstead, an Whitsitts leitende Assistentin schreibt Olmstead: „Wollte nur bestätigen, dass unser Treffen für zehn Uhr morgen hier in unserem Büro stattfindet. Entschuldigung, dass es letzte Woche nicht mit einem Mittagessen geklappt hat, vielleicht können wir es erneut ansetzen.“

Whitsitts Assistentin, Sheila Harder, welche laut sozialen Medien selbst leitende Assistentin Pruitts war, antwortete hierauf: „Das ist großartig! Ich werde es in Bills Kalender eintragen. Kann es nicht erwarten, Dich morgen zu treffen!“

Pruitts Büro koordinierte sich auch mit der Öl und Gas Lobbygruppe American Fuel und Petrochemical Manufacturers (AFPM) im Jahre 2013, um gegen Regulierungen zu Ozon-Limitierungen und das „Standard Programm für erneuerbare Treibstoffe“ zu protestieren — ein Programm derselben EPA Umweltschutzbehörde, der neuer Chef Pruitt nun ist.

Die E-Mails enthüllen auch, dass Pruitt ein gefragter Redner für die fossile Energieindustrie war.

Pruitt trat als Redner auf der ALEC Konferenz vom 03. Mai 2013 in Oklahoma City auf, wo er bei einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Nutzung amerikanischer Energiepotentiale: Von Bohrlöchern zu Pipelines“ auftrat.

Das Event wurde vom Petroleum Club veranstaltet und ein Mittagessen wurde von Koch Industries gesponsert, berichtet die Washington Post.

 

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