Die Teilnehmer der Handelsblockade gegen den Donbass haben angekündigt, den Autoverkehr in der Region zu sperren, wie der Leiter des Stabs der Blockade, Sergej Akimowitsch, am Donnerstag gegenüber dem Radiosender „Gromadske“ sagte.

 

Handelsblockade gegen den Donbass

 

„Nachdem wir praktisch den ganzen Eisenbahnverkehr blockiert haben, treten wir die zweite Etappe an: Wir sperren Autostraßen, über die auch der Schmuggel erfolgen kann“, so Akimowitsch.

 

Ihm zufolge sollen Radikale bereits vier Blockposten auf den Autostraßen der Region eingerichtet haben. „Sie sind mobil, weil sie möglichst nahe der Trennungslinie liegen müssen“.

 

Am Mittwoch hatten die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk (DVR) und Lugansk (LVR) mehrere ukrainische Unternehmen auf ihren Gebieten als Gegenmaßnahme zur Handels- und Verkehrsblockade Kiews gegen die Region unter Zwangsverwaltung gestellt.

 

Einen Tag zuvor hatten sich die Teilnehmer der Handelsblockade geweigert, mit dem ukrainischen Premier Wladimir Groisman Verhandlungen zu führen, und angekündigt, die Blockade auf andere Gebiete auszuweiten.

 

Am 27. Februar hatten die Chefs der DVR und LVR, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, bereits angedroht, ukrainische Betriebe unter Zwangsverwaltung zu stellen, wenn die mehrere Wochen andauernde Blockade bis zum 1. März 2017 nicht aufgehoben werde. Am Dienstag lehnte der ukrainische Premier Wladimir Groisman diese Forderung ab.