US-Justizminister Jeff Sessions hat sich noch vor den Wahlen Ende 2016 zwei Mal mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, getroffen, wie die Zeitung „The Washington Post“ unter Berufung auf eigene Quellen im Justizministerium berichtet. Diese Kontakte verschwieg er jedoch in der Senatsanhörung.

 

Jeff Sessions und Donald Trump (Archivbild)

 

Sessions und der Botschafter seien einmal im September vergangenen Jahres bei einem Bürobesuch aufeinander getroffen, als noch der Senator aus dem Bundesstaat Alabama seiner Funktion als Mitglied des Verteidigungsausschusses im Senat nachkam. Bei dem zweiten Treffen im Juli 2016 nach einer Rede in der Washingtoner Denkfabrik Heritage Foundation seien jedoch auch andere Botschafter anwesend gewesen, verlautete es aus dem Justizministerium. Damals war Sessions, wie die Zeitung betont, einer der führenden außenpolitischen Berater von Donald Trump. Er soll zudem eine große Rolle bei der Unterstützung Trumps im offiziellen Präsidentschaftswahlkampf gespielt haben.

 

In der Senatsanhörung für den Posten des US-Justizministers hatte Sessions diese Kontakte auf Nachfrage hin allerdings verschwiegen. Auf die Frage des Senators Al Franken, ob Sessions von mutmaßlichen Kontakten zwischen Moskau und Trump-Beratern wüsste, sagte Sessions, ihm seien solche nicht bekannt.

 

„Ich wurde ein- oder zweimal zum Stellvertreter der Wahlkampagne ernannt und ich hatte keine Kontakte zu den Russen», soll er damals gesagt haben.

 

Russlands Botschaft in Washington hat die Medienberichte über angebliche Kontakte zwischen dem jetzigen US-Justizminister und dem Botschafter Kisljak bislang nicht kommentiert. „Die Botschaft kommentiert keine der zahlreichen Kontakte zu örtlichen Partnern, die auf einer täglichen Grundlage entsprechend der diplomatischen Praxis erfolgen“, hieß es aus dem Pressedienst.

 

Quelle: Sputnik