Der Vorsitzende des Syrischen Demokratischen Rates und kurdische Politiker Rezan Hiddo hat in einem Interview mit Sputnik Türkiye die Berichte über die von der Türkei gebauten Militärbasen im Norden Syriens kommentiert.

 

Türkische Panzer im nordsyrischen Dscharablus

 

„Wir haben nicht die Absicht, in Richtung Al Bab vorzurücken, denn dort sind türkische Soldaten und Kräfte der freien Syrischen Armee stationiert, die im Rahmen der Operation ‚Schutzschild Euphrat‘ agieren“, so Hiddo. Ihm zufolge liegen dem Rat inzwischen Augenzeugenberichte aus Al Bab und Umgebung vor, laut denen die Türkei eine Militärbasis auf der strategisch wichtigen Höhe Akil gebaut hat und ihre Präsenz dort allmählich aufstockt.

 

Außerdem habe die Türkei eine Militärbasis in unmittelbarer Nähe zur Stadt  Aazaz eingerichtet, so Hiddo.
Nach Meinung des Politikers strebt die Türkei beim Bau von Militärbasen in Syrien nicht danach, den Terrorismus zu bekämpfen, sondern sie will sich die von ihr in Syrien besetzten Territorien einverleiben. „Die Türkei ist bestrebt, die Städte Dscharablus, El Rai und Aazaz als türkische Territorien darzustellen. Ankara spricht immer wieder über die im ‚Nationalen Pakt‘ von 1920 vorgesehenen Grenzen (Das in der letzten Tagung des Osmanischen Parlaments beschlossene Dokument betrachtet Nordsyrien und den Irak als türkische Territorien – Anm. d. Red). Die Türkei will Aleppo, Manbidsch, Dscharablus und Al Shehab inkorporieren“, so Hiddo.

 

Wie Sputnik Türkiye aus zuverlässigen Quellen in der Nahost-Region erfuhr, ist die Türkei dabei, immer neue Militärbasen im Norden Syriens zu bauen. So hat Ankara in der vom Daesh befreiten Stadt Al Bab eine Basis auf der Höhe Akil und eine weitere Basis im Raum von Aazaz eingerichtet.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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