Die Donezker Volkswehr und die ukrainische Armee haben neue Verluste bei den Schusswechseln im Donbass innerhalb der letzten Tage gemeldet.

 

Ukrainische Soldaten in Donbass

 

Seit Samstag seien ein Soldat der Donezker Volksrepublik getötet und zwei weitere verletzt worden, teilte der Vize-Stabschef der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, am Freitag mit. Außerdem sei bei einem Minenwerfer-Beschuss eine Einwohnerin nahe Jassinowatwja schwer verletzt worden.

 

Laut dem Sprecher der ukrainischen Verteidigungsbehörde für Militäroperationen Andrej Lyssenko ist innerhalb der letzten vierundzwanzig Stunden ein Soldat der Regierungsarmee umgekommen. 22 weitere seien verletzt worden. „Das hat sich am Swetlodar-Bogen beim feindlichen Minenwerfer-Beschuss ereignet», sagte er.

 

Ende Januar hatten die Volkswehrmilizen und die ukrainischen Militärs eine Zuspitzung der Situation im Donbass gemeldet. Die Konfliktseiten beschuldigen sich gegenseitig, die jeweils andere Seite massiv unter Beschuss zu nehmen und an der Trennlinie Feuerangriffe vorzunehmen. Am schwersten betroffen waren Awdejewka und Jasinnowataja unweit von Donezk. Die ukrainische Führung hat über den von Kiew kontrollierten Ort Awdejewka (bei Donezk), wo die Wasser- und Stromversorgung unterbrochen ist, den Ausnahmezustand verhängt. Donezk selbst wurde nach Angaben der dortigen Behörden aus Mehrfachraketenwerfern „Grad» und „Uragan» erstmals seit zwei Jahren beschossen.

 

Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation gegen die beiden selbstausgerufenen Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem Staatsstreich in der Ukraine vom Februar 2014 ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach UN-Angaben sind in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Regelung der Situation im Donbass ist Verhandlungsgegenstand der Kontaktgruppe in Minsk, die bereits mehrere Dokumente verabschiedet hat, in denen Schritte zur Deseskalation des Konflikts aufgezeigt sind. Kiew entzieht sich der Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen. Und so hält der Schusswechsel auch nach den getroffenen Vereinbarungen über eine Waffenruhe zwischen den Konfliktseiten an.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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