Nordkorea hat nach Angaben der südkoreanischen Agentur Yonhap unter Berufung auf den Ausschuss der Stabchefs Südkoreas wieder ballistische Raketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert.

 

Nordkoreas Raketenstartplatz Tongchang-ri

 

Der Start erfolgte demnach um 07.36 Uhr Ortszeit (23.36 Uhr MESZ) in der Gegend um Tongchang-ri in der Provinz P’yŏngan-pukto. Die Raketen seien rund 1000 Kilometer weit geflogen und in das Japanischen Meer gestürzt. Es könnte sich dabei um ballistische Interkontinental-Raketen vom Typ KN-08 oder KN-14 handeln, berichtete Yonhap.

 

Dieser Start sei zeitlich mit einer großanlegten südkoreanisch-amerikanischen Militärbungen in Südkorea zusammengefallen.

 

Zuletzt hatte Nordkorea am 12. Februar ballistische Raketen getestet. Den Übungen hatte auch der nordkoreanische Staatschef Kim Yong-un beigewohnt, der deren Gelingen bestätigte. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Raketenstarts Nordkoreas.

 

Die Situation auf der koreanischen Halbinsel spitzte sich nach dem von Nordkorea im Januar 2016 durchgeführten Atombombentest immer weiter zu. Im Februar 2016 erfolgte dann der Start einer Trägerrakete mit einem Satelliten in den erdnahen Raum.

 

Der UN-Sicherheitsrat reagierte einstimmig mit einer Resolution über die Verschärfung der Sanktionen gegen das Land. Pjöngjang rechtfertigte sein Vorgehen damit, auf die Aggression seitens der USA reagieren zu müssen.

 

Quelle: Sputnik