Die Munitionsvorräte der Bundeswehr gehen nach Angaben der „Welt“ zu Ende: Die Armee bestelle nun massenweise neue Patronen nach. Eine Besonderheit dieser neuen Geschosse stelle ein Paradox dar.

Bundeswehrsoldaten mit Sutrmgewehren des Typs G36

 

Inzwischen sollen die Munitionsreserven bei manchen Waffen schon nur noch für wenige Tage ausreichen, schreibt die „Welt“ unter Berufung auf Insider. Während des Kalten Krieges habe immer noch Munition für 30 Tage in den Bunkern gelagert.

 

Daher will das deutsche Verteidigungsministerium nun zusätzliche Munition nachbestellen – wenigstens für das Sturmgewehr G36 und das Maschinengewehr MG4. 25 Millionen Schuss würden bestellt, die bis Ende November geliefert werden sollen. Dabei handle es sich um „schadstoffarme Patronen 5,56 Millimeter x 45, Weichkern, mit schadstoffarmen Anzündhütchen (ohne Blei und Barium) und vollkommen gekapseltem Weichkerngeschoss aus Blei“.

 

Der Wunsch nach Öko-Patronen bei der Ausschreibung für die G36-Munition spiegele dabei eine Tendenz wieder, die in der Rüstungsbranche seit Jahren diskutiert werde. Damit trat ein gewisses Paradox zutage: Einerseits solle Munition ja zerstören, töten und verletzen – aber wenn sie zu Übungs- und Trainingszwecken eingesetzt werde, stelle Munition eben auch eine große Umweltbelastung dar.

 

Zuvor hatte die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärt, die Militärausgaben stufenweise auf die von der Nato geforderten zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben, weil die Bundeswehr „so gefordert sei wie selten zuvor“. Bis zum Jahr 2024 soll die Stärke der deutschen Streitkräfte auf 198.000 Soldaten anwachsen.

 

Quelle: Sputnik