Der US-Geheimdienst FBI bereitet sich derzeit auf eine massive „Maulwurf“-Jagd vor, um herauszufinden, wie die Enthüllungs-Plattform WikiLeaks an Geheimdaten zu CIA-Hacking-Programmen kommen konnte. Dies schreibt „The Washington Post“ (WP) unter Berufung auf informierte Quellen.


Der „Leak“ habe die US-Regierungsbeamten kalt erwischt, so das Blatt. Diese hätten den ganzen Dienstag damit verbracht, den Wahrheitsgehalt und das Ausmaß von Tausenden von WikiLeaks veröffentlichten Dokumenten zu beurteilen. Man habe auch versucht, den möglichen Schaden dieser Enthüllungen abzuschätzen. Das FBI bereite sich auf die Suche nach dem WikiLeaks-Informanten vor.

Bislang sei aber nicht bekannt, ob die CIA einen entsprechenden Bericht an das US-Justizministerium gerichtet habe, um die Behörde über einen für die nationale Sicherheit potenziell schädlichen und illegalen Leak zu alarmieren. Ein solcher Bericht wäre für das FBI wegweisend, so WP, um den Ansatzpunkt der Ermittlungen zu bestimmen. Sowohl das FBI als auch die CIA hätten jedoch einen Kommentar verweigert.

 

Am Dienstag hatte WikiLeaks die bislang größte Enthüllung von CIA-Geheimdaten mit dem Codenamen „Vault-7“ gestartet. Schon allein der erste Teil der Daten unter dem Namen „Year Zero“ enthält 8761 Dokumente aus einem isolierten Hochsicherheits-Netzwerk des Geheimdienstes.

Die neue Veröffentlichung soll einen Überblick über das geheime Hacking-Arsenal der CIA – Schadsoftware, Viren, Trojaner – und das gezielte Ausnutzen von Schwachstellen in Systemen (sogenannte Zero-Day-Exploits) geben. Mit diesen Mitteln könnten WikiLeaks zufolge iPhones von Apple, Android-Geräte von Google, Windows-Rechner und sogar Fernseher angegriffen werden.

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