Die Welt wird objektiv post-westlich, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel in Moskau.

 

 

„Die Welt wird objektiv post-westlich. Der Moderne ist es nicht gelungen und wird es auch nicht gelingen, und man muss sich daran gewöhnen, dass die Welt multipolar wird, und dass vor allem die führenden Spieler ihre kollektive Verantwortung für die Welt und Stabilität erkennen und in der Praxis umsetzen müssen“, sagte Lawrow.

Bundesaußenminister Gabriel sagte seinerseits, in Europa betrachte man den Begriff „Westen“ nicht aus geographischer, sondern aus politischer Sicht.

Dazu betonte Lawrow, auch er habe nicht den geographischen Westen gemeint, sondern den „historischen Westen“:

„Ich meine damit Westeuropa, die USA, Australien, Neuseeland, also den historischen Westen, der bereits seit Jahrzehnten die erste Geige bei internationalen Angelegenheiten spielte“, so der russische Diplomat.

Mittlerweile aber sei es an der Zeit, da es zur „Entstehung neuer Machtzentren gekommen“ sei, fügte Lawrow hinzu.

 

 

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